Image

Finanzen in Bewegung(en)

Wie organisieren wir Ressourcen für politische Arbeit?

Der Umgang mit Geld in sozialen Bewegungen und selbstorganisierten Projekten ist schwierig. Meist gibt es zu wenig, oft will sich niemand darum kümmern und am Ende gibt es deswegen manchmal auch Konflikte und Sorgen. 

Dieser Kurs nähert sich dem Thema Geld daher zunächst aus einer philosophischen und ethischen Perspektive und fragt nach seiner Bedeutung für emanzipatorische Praxis. Darauf aufbauend wenden wir uns ganz konkret der Frage zu, wie ein solidarischer, transparenter und verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen aussehen kann. Praxisnah geht es um Finanzplanung, Förderanträge, Buchhaltung, Projektabrechnungen und Berichte – Aufgaben, die selten im Mittelpunkt stehen, aber entscheidend dafür sind, dass Bewegungen bestehen, wachsen und wirksam bleiben.

Module

  • More than money: Macht, Prekariat, Privilegien, … über das Unangenehme sprechen. 
  • Einnahmen (Anträge, Spenden, Crowdfunding)
  • Verwalten (Vereine als Kontoinhaber:innen, emanzipatorische Entscheidungen treffen, Budgetplanung)
  • Ausgeben (Buchhaltung, kollektive Finanzverwaltung)
  • Abrechnen (Berichtslegung, Spender:innenbindung)
  • Do it yourself: Arbeiten an eigenen Projekten mit Begleitung und Supervision

Dieser Kurs ist für dich

 … in deiner Organisation für Finanzen zuständig bist oder
…  deine Organisation kein Geld hat, aber welches braucht oder  
… du an einem konkreten Finanzantrag (oder Spendenkampagne) arbeiten magst (dein eigener, oder der von Kurskolleg:innen) oder
… du findest, dass in emanzipatorischen Kreisen mehr über Geld geredet werden sollte.

Lernziele

  • Selbstbewusstsein für Finanzarbeit
  • Auseinandersetzung mit dem Ambivalenzen rund um Finanzarbeit
  • Wissen über Finanzbeschaffung, Verwaltung und Abrechnung 
  • Praktische Tipps
  • Eigenes Projekt voran bringen

Referent:innen

Image

Ekaterina Schalmann

Ekaterina (sie) ist Aktivistin und Sozialökologin und vor allem zu Themen Klimagerechtigkeit, soziale Gerechtigkeit und (Auf)Rüstung aktiv. Durch das Theaterkollektiv „Theater der Unterdrückten” verbindet sie Bewegungsgeschichte mit darstellender Kunst. Sie hat zahlreiche Basisprojekte in ganz Europa zur Förderung von Demokratie und Klimaschutz geleitet und Hunderte von Menschen in Community Organizing geschult. In verschiedenen Kontexten in verschiedenen Ländern hat sie Finanzierung und Förderwesen aufgebaut, erfolgreich Fördermittel akquiriert, Strukturen entwickelt und Projekte koordiniert. Außerdem ist sie aktiv in der Bildungsarbeit als Trainerin.

Image

Laura Grossmann

Humus

Laura ist in der Organisationsentwicklung auf Gruppen und Organisationen spezialisiert, die eine oder mehrere dieser Merkmale mitbringten: Arbeit mit Freiwilligen, politische Arbeit, basisdemokratisch orientiertes Arbeiten. Im Verein Humus verbindet sie ihr professionelles Wissen mit ihrer persönlichen Erfahrung in aktivistischen Kontexten.

de_ATGerman