Wie können Allianzen eine Praxis der Fürsorge und Verantwortung sein?
Radikale gesellschaftliche Veränderungen lassen sich nicht allein erkämpfen. Bündnisse und Vernetzungen — ob transnational, lokal oder im eigenen Grätzl — sind seit jeher wesentliche Bausteine kollektiven Wandels. Doch starke Bündnisse entstehen nicht von selbst. Sie erfordern konkretes Handeln, aufmerksames Zuhören und Reflektieren sowie Räume für Großzügigkeit und Fürsorge.
In diesem Kurs greifen wir auf die Erfahrung und Prinzipien von maiz zurück — einer selbstorganisierten Migrant*innen-Initiative, die seit 1994 in Österreich aktiv ist. maiz verbindet politisches Engagement, kritische Bildung, Beratung, Kulturarbeit und Emanzipation. Sie setzt sich kritisch mit bestehenden Machtstrukturen auseinander und strebt eine gerechtere Gesellschaft an.
Wir wollen gemeinsam verstehen, wie Bündnisse gelingen können — auch zwischen sehr unterschiedlichen Gruppen: NGOs, Graswurzelinitiativen, Jugendgruppen, migrantischen Communities, Aktivist*innen und mehr. Hierbei schauen wir auch auf die besonderen Herausforderungen — z. B. unterschiedliche Lebensrealitäten, Machverhältnisse und Ungleichheiten, die sich als Privilegien lesen lassen. Dabei wollen wir Strategien erwägen, wie wir bewusst und solidarisch mit den Unterschieden umgehen können, um Veränderungen zu bewirken.
Der Kurs ist für dich, wenn…
…du bereits Teil oder Mitglied eines Bündnisses, einer Initiative oder Organisation bist — oder Lust hast, neue Bündnisse zu gestalten.
…du interessiert bist, wie Bündnisse mit sehr unterschiedlichen Gruppen funktionieren können — z. B. migrantische Communities, Graswurzelgruppen, NGOs, politische Bewegungen, Jugend- oder Kulturinitiativen.
…du frustriert bist, weil Bündnisse, in denen du bist, manchmal zerreißen, ins Leere laufen oder sich wiederholen — und du Lust hast, gemeinsam mit anderen neue, tragfähige Strukturen zu entwickeln.
…du offen bist für eine kritische Auseinandersetzung mit Macht, Privilegien, Differenzen und Solidarität — und selbst aktiv mitgestalten willst.
Eigene Erfahrungen sind hilfreich, aber keine Voraussetzung — wichtig sind Engagement, Imagination, Offenheit und der Wille zur Zusammenarbeit.
Referent:innen
Martyna Lorenc
maiz
Martyna Lorenc
arbeitet für maiz - das autonome Zentrum von und für MigrantInnen.
Die Arbeit von maiz basiert wesentlich auf der Selbstorganisierung von Migrant*innen, jenseits neoliberaler Konzepte (wie "Selbstmanagement" oder „Mainstreaming“). Ziel ist eine kritische Auseinandersetzung mit bestehenden Herrschaftsstrukturen, um sie zu verändern. Maiz arbeitet an einer Gesellschaft mit, die sich nicht als weiß, westeuropäisch, patriarchal, (post-)kolonialistisch und heterosexuell definiert. Mehr dazu unter https://maiz.at/de.
Schwerpunkte von Martyna Lorenc werden in Kürze hier ergänzt.
Letícia Carneiro
Letícia Carneiro arbeitet für maiz - das autonome Zentrum von und für MigrantInnen.
Die Arbeit von maiz basiert wesentlich auf der Selbstorganisierung von Migrant*innen, jenseits neoliberaler Konzepte (wie "Selbstmanagement" oder „Mainstreaming“). Ziel ist eine kritische Auseinandersetzung mit bestehenden Herrschaftsstrukturen, um sie zu verändern. Maiz arbeitet an einer Gesellschaft mit, die sich nicht als weiß, westeuropäisch, patriarchal, (post-)kolonialistisch und heterosexuell definiert. Mehr dazu unter https://maiz.at/de.
Schwerpunkte von Letícia Carneiro werden in Kürze hier ergänzt.