Wie werden aus alltäglichen Anliegen kollektive Kämpfe?
Die politischen und sozialen Herausforderungen unserer Zeit treffen auf eine Krise der gesellschaftlichen Linken und vieler sozialer Bewegungen. Gleichzeitig gibt es Beispiele, die Mut machen: erfolgreiche Arbeitskämpfe, lokale Mieter:innen-Initiativen, Tür-zu-Tür-Kampagnen oder Wahlerfolge basisnaher Kandidaturen. Viele dieser Erfolge haben eines gemeinsam: Sie setzen auf Organizing – eine Strategie, die Betroffene in den Mittelpunkt stellt und gesellschaftliche Mehrheiten aufbaut.
Zentral ist dabei die Frage: Wie gelingt es, persönliche Betroffenheit in kollektive Stärke zu verwandeln, um wirkungsvoll Machtverhältnisse zu verschieben?
Dieser Kurs vermittelt, was Organizing ausmacht und wie es soziale Bewegungen wirksamer macht. Anhand konkreter Beispiele bearbeiten wir Werkzeuge und Strategien, die ihr direkt in eure politische Praxis einbauen könnt. Im Idealfall verlasst ihr den Kurs mit einer ausgearbeiteten Organizing-Strategie, die ihr direkt eurer Gruppe vorstellen könnt.
Der Kurs ist für dich, wenn…
…du mit mehreren Genoss:innen aus deiner Gruppe teilnehmen möchtest – Einzelpersonen sind aber ebenso herzlich willkommen
…du bereits in einer Organisation, Gruppe oder einem größeren Zusammenschluss (z. B. Gewerkschaft, Partei, Community-Center etc.) aktiv bist
…du gemeinsam mit deiner Gruppe darüber nachdenkst, Organizing-Elemente in eurer politischen Arbeit anzuwenden
Referent:innen
Fabian Hattendorf
Fabian (er) hat als Organizer in der deutschen Krankenhausbewegung Arbeitskämpfe in Bayern und in Hannover unterstützt. In seiner Masterarbeit hat er sich mit dem Potenzial von Organizing für Gewerkschaften in Österreich auseinandergesetzt. Er ist seit mehreren Jahren in der österreichischen Klimabewegung aktiv, derzeit im Projekt Wir Fahren Gemeinsam.