Wie nutzen wir Konflikte für Veränderung?
Konflikte gehören zur politischen Arbeit. Wo Menschen gemeinsam kämpfen, organisieren und Verantwortung übernehmen, treffen unterschiedliche Erfahrungen, Erwartungen und Machtverhältnisse aufeinander. Daraus resultierende Spannungen können Gruppen blockieren und aufreiben – oder sie gestärkt und klar daraus hervorgehen lassen.
Letzteres geschieht aber nicht von selbst. Konflikte verlangen Aufmerksamkeit, Struktur und bewusste Moderation. Daher möchten wir in diesem Kurs üben, Konfliktherde frühzeitig zu erkennen, Bedürfnisse zu benennen, Vertrauen aufzubauen, Lösungen zu entwickeln und Machtdynamiken zu navigieren. Und wir schauen darauf, wie du Konflikte reflektiert, bewusst und verantwortungsvoll moderieren kannst.
Kursaufbau und Methoden
Die Fortbildung läuft in drei Modulen und kombiniert theoretische Inputs mit praxisnahen Übungen und Rollenspielen. Bei Bedarf werden auch tatsächliche, in der Gruppe bestehende Konflikte gemeinsam bearbeitet. So entstehen nicht nur methodische Kompetenzen, sondern lebendige Erfahrungen.
Leitung durch erfahrene Trainerinnen: Silke Freitag und Marianne Koch, — beide mit langjähriger Erfahrung in Mediation, sozialer Bewegungsarbeit und Konfliktmoderation bei Projekten, Wohnprojekten und Bündnissen.
Module / Themen
- Konflikte klar benennen — statt sie unter den Teppich zu kehren.
- Bedürfnisse, Interessen und Werte sichtbar machen — und transparent darüber sprechen.
- Vertrauen wiederherstellen oder neu aufbauen.
- Gemeinsam tragfähige Lösungen und Vereinbarungen erarbeiten.
- Räume gestalten, die weniger von Macht geprägt und offen für alle sind.
- Eigene Position als Moderator*in reflektieren — inkl. Privilegien, Parteilichkeit und Verantwortung.
- Die Chancen und Grenzen interner Moderation erkennen.
Dieser Kurs ist für dich, wenn du
… einer Gruppe, Initiative oder Bewegung aktiv bist — oder planst mitzuwirken.
… Moderationsaufgaben übernimmst: Treffen, Plena, Projekte, Gruppenarbeit etc. (oder es planst)
… dir wünscht, dass Konflikte in deiner Gruppe sichtbar gemacht und bearbeitet werden — fair, offen, partizipativ.
… lernen willst, wie du Räume gestalten kannst, in denen alle ihre Stimme haben, ohne dass Macht oder Hierarchien dominieren.
Lernziele. Nach dem Kurs …
… kennst du zentrale Methoden und Schritte der Konfliktmoderation in sozialen Bewegungen und selbstverwalteten Projekten.
… kannst du Gruppen begleiten und Konflikte konstruktiv moderieren — mit Blick auf Werte, Bedürfnisse, Machtfragen und Transparenz.
… bist du in der Lage, Prozesse zu moderieren, Räume zu öffnen, Kommunikation zu fördern und Vereinbarungen gemeinsam zu erarbeiten.
… kannst du deine Rolle reflektieren — inkl. Verantwortung, Grenzen und Parteilichkeit — und einschätzen, wann Moderation sinnvoll bzw. nötig ist.
Trainers
Trainer*in von Kurve Wustrow
Kurve Wustrow
Für diesen Kurs konnten wir eine Person von Kurve Wustrow gewinnen. Wer es genau sein wird, wird noch entschieden und dann alsbald hier veröffentlicht.